Du möchtest einen lockeren Text für deine Website schreiben, was rauskommt hört sich eher an wie eine Diplomarbeit? Denn so einfach wie es sich anhört ist es nämlich nicht. Mit diesen 5 Tipps für lockere Webtexte fällt es dir beim nächsten Mal leichter.

In meiner Willkommens-Mail für neue eingetragene Newsletter-Empfänger stelle ich die Frage, vor welchen Herausforderungen sie aktuell stehen. Neulich erhielt ich diese Antwort:

„Wir sind grade im Aufbau einer komplett neuen Website. Die Struktur und das Layout stehen schon, allerdings hapert es am Texte schreiben. Unser Wording soll neu, modern, hipp und einfach locker sein. Das ist aber leichter gesagt als getan! Auf jeden Fall bin ich gerade auf der Suche nach ein paar hilfreichen Tipps zum lockeren Texten für Websites, da es doch nicht so einfach ist, wie ich dachte.“

Da ich dieses Problem von vielen kenne – nicht zuletzt von mir selbst – dachte ich es ist höchste Zeit, darüber im Blog zu schreiben. Denn Texte sind bei JEDER Website Thema. Audios, Video, ausgefallene Designelement oder ähnliches sind nice-to-have, Texte aber essentiell und sogar auf der am wenigsten ausführlichen Form von Websites, sogenannten „Visitenkarten-Websites“ zu finden. Hier also meine 5 Tipps:

Schreibe Webtexte einfach und verständlich

Du gewinnst keinen Preis, wenn du komplizierte Wortkonstruktionen baust und kommst auch nicht kompetenter rüber, wenn ein Satz fünfmal verschachtelt ist und über 10 Zeilen geht. Im Gegenteil. Keiner versteht es, zumindest nicht ohne sich reinzudenken und darüber nachzusinnen. Und genau das wollen die Websitebesucher nicht. Sie sind bequem und von den unzähligen Informationen im Netz ganz schön gefordert. Also mache es ihnen so leicht wie möglich.

Achte darauf, dass ein Satz nur eine Aussage enthält, damit deine Besucher alles schön nacheinander verarbeiten können. Wenn du aktive Sprache und positive Formulierungen verwendest, wirken deine Texte lockerer und angenehmer.

Vergleiche diesen letzten Satz zum Beispiel mit dem hier: „Passive Sprache und negative Formulierungen machen deine Texte unattraktiv und steif.“ Beide Sätze sagen das gleiche aus, aber der erste wirkt lockerer, oder?

Gliedere und formatiere deine Texte

Besucher lesen einen Text im Web anders als einen gedruckten. Sie überfliegen die Texte (scannen) und bleiben dort hängen, wo sie Anknüpfungspunkte finden. Hier hilft ihnen, wenn du Zwischenüberschriften verwendest und thematisch passend Absätze einfügst. Du kannst wichtige Stellen auch durch Fettdruck hervorheben. Allerdings sollte Fettdruck und andere Hervorhebungen vorsichtig eingesetzt werden, sonst wirkt das Schriftbild unübersichtlich.

Es wirkt auch viel lockerer, wenn du ein bisschen Platz lässt und die Texte nicht zusammenquetschst. Eine Zwischenüberschrift darf größer sein als der normale Text und ein bisschen Abstand zum anschließenden Text haben. Der Abstand sollte aber kleiner sein, als der Abstand zum vorherigen Abschnitt – was thematisch zusammengehört, soll auch näher zusammenstehen.

Screenshot Überschrift mit Abständen davor und danach

Deine Webseitenbesucher lieben klare Aussagen

Sag, was du meinst und rede nicht um den heißen Brei herum. Zeit ist ein kostbares Gut und deine Besucher werden es dir danken, wenn sie schnell die gesuchten Informationen finden und sich nicht durch ellenlanges Blabla kämpfen müssen. Rätselraten ob er hier richtig ist möchte keiner. Wenn du es schaffst durch klare Aussagen Interesse zu wecken sind deine Leser gewillt, länger auf deiner Webseite zu bleiben und möchten mehr erfahren.

Nutze Handlungsaufforderungen (Call-to-Action genannt) in deinen Texten. Das lockert die Texte auf und vor allem wissen die Leser, was sie tun sollen. PS: In Verbindung mit einem Verb wirkt ein CTA gleich noch lockerer. Statt zum Beispiel „mehr“ kannst du „mehr erfahren“ schreiben oder „ich möchte mehr erfahren“.

Sprich die Sprache deiner Wunschkunden

Meine Newsletter-Leserin schreibt mir „Unser Wording soll neu, modern, hipp und einfach locker sein“. Ich weiß nicht, welche Zielgruppe sie anspricht. Ich hoffe, dass ihre Wunschkunden auch ein modernes und hippes Wording wollen ;-).

Der Sprachstil deiner Webtexte sollte auf deine Wunschkunden abgestimmt sein. Und natürlich sollst auch du dich damit wohlfühlen. Du kannst konkret recherchieren, welche Aussagen deine Zielgruppe verwendet und wie ihre Wortwahl und ihr Sprachstil ist. Anhaltspunkte findest du zum Beispiel bei deinen Kundenanfragen, Diskussionen in Social Media, wenn du Blogkommentare anschaust oder den Austausch in Facebook-Gruppen verfolgst.
Bleibe authentisch, und sei nur so „cool“ und „hipp“ wie es sich für dich stimmig anfühlt und deine Wunschkunden anspricht.

Auflockern durch Layout und andere Content-Formate

Das Layout deiner Texte hat einen großen Anteil daran, wie locker es wirkt. Du kannst zum Beispiel mehrere Spalten verwenden,

Zitate vom Erscheinungsbild abheben

oder Designelemente wie Boxen benutzen, um deine Texte abwechslungsreicher darzustellen. Beliebt sind auch Aufzählungen und Listen.

Und wo wir gerade bei abwechslungsreich sind…Es geht hier zwar um Webtexte, doch versuche es ganzheitlich zu sehen. Vermeide reine Textwüsten. Bilder können beispielsweise auch sprechen ;-). Sie vermitteln Emotionen und bleiben besser in Erinnerung. Und es gibt noch viele andere Möglichkeiten, deine Website-Inhalte zu verpacken. Du kannst Fotos und Grafiken einbinden, oder vielleicht sogar Audios und Videos nutzen, um deine Botschaft in die Welt zu bringen. Und, und, und. Sei kreativ :-)

So, irgendwie sind das zwischen den Zeilen wesentlich mehr als 5 Tipps geworden, ich hoffe es hilft dir beim Schreiben deiner nächsten Webtexte und Website-Inhalte.

Und abschließend noch DER Tipp schlechthin: Lass am Schluss einen Profi drüber schauen, der Korrektorat und Lektorat macht. Meine Haupttexten auf der Website (die übrigens am Montag, 11. Juli online geht…) :-) waren auch beim Texttuning bei einem Textprofi. Und für meine Kunden im Website-Coaching leite ich das in die Wege (wenn gewünscht). Die erarbeiteten und ausformulierten Textinhalte kommen dann zum Feinschliff zu einem Textprofi aus meinem Netzwerk.

Zusammenfassung

Tipps für deine Webtexte

  • Schreibe einfach und verständlich
  • Konstruiere keine Schachtelsätze
  • Bringe nur eine Aussage pro Satz
  • Benutze aktive und positive Sprache
  • Gliedere deine Texte übersichtlich
  • Füge Zwischenüberschriften und Absätze ein
  • Nutze klare Aussagen
  • Sprich die Sprache deiner Wunschkunden
  • Schreibe authentisch
  • Lockere auf durch Layout und andere Content-Formate

Wie immer freue ich mich über deinen Kommentar – helfen dir die Tipps oder hast du noch zusätzliche Anregungen?